Ein Licht für eine bessere Zukunft

Weltweit gibt es derzeit etwa 19,5 Millionen Flüchtlinge – die Hälfte davon sind Kinder. In den meisten Fällen sehen sich die Menschen aufgrund von Krieg und Verfolgung gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Viele von ihnen kommen in Flüchtlingslagern unter und versuchen sich ein neues Leben aufzubauen. Die Menschen dort haben aber kaum eine Möglichkeit, sozialen oder schulischen Aktivitäten nachzugehen, geschweige denn ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn die Sonne unter geht werden die Notunterkünfte zu sehr dunklen Orten. IKEA versucht Licht ins Dunkle zu bringen: Dank der Kampagne „Ein Licht für eine bessere Zukunft“ verfügen viele Lager nun zumindest über Beleuchtung.

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Die IKEA Kampagne „Ein Licht für eine bessere Zukunft“ lief zwischen Anfang 2014 und Ende 2015 dreimal. Für jedes LED-Produkt, das in 40 Ländern in den Einrichtungshäusern und im Online-Shop verkauft wird, spendet die IKEA Foundation während den Aktionszeiträumen 1 Euro an UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Zusammen mit dem UNHCR hilft IKEA, Flüchtlingslager mit Licht und Energie aus erneuerbaren Quellen zu versorgen und macht die Lager so für viele Familien zu einem sichereren und lebenswerteren Ort.

Dank der Mithilfe der IKEA Kunden und Mitarbeiter kam allein im ersten Aktionszeitraum eine Summe von 7,7 Millionen Euro zusammen. Die zweite Aktion erbrachte weltweit schon 10,8 Millionen Euro – allein aus Deutschland wurden dabei 1,65 Millionen Euro gespendet. 2015 wurden die Zahlen noch einmal mit 12,4 Mio. Euro weltweit, davon allein 1,9 Mil. Euro aus Deutschland, übertroffen.

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Bildung und Sicherheit für die ärmsten der Armen

Durch das gespendete Geld wurden bisher mehr als 56.000 Solarlaternen und 720 solarbetriebenen Straßenlaternen installiert, die über 284.000 Flüchtlinge und Menschen in Äthiopien und Jordanien zumindest Nachts Geborgenheit und größere Sicherheit bieten. Auch für die notwendige Stromversorgung wurde gesorgt. Gemeinsam mit dem UNHCR hat IKEA allein in Bangladesch 22 Biogasanlagen gebaut, wodurch 15% der Abfälle zu grünem Brennstoff weiterverarbeitet werden.

Im jordanischen Flüchtlingscamp Al Arzaq werden rund 11.000 syrische Flüchtlingen unterstützt. Die Familien erhalten u.a. solarbetriebene Laternen, die sie sowohl zum Aufladen ihrer Mobiltelefone, als auch als Lichtquelle nutzen können. Für die Kinder und Erwachsenen geht so das alltägliche Leben auch nach Sonnenuntergang weiter: Die einen können abends lernen, um sich in der Schule zu verbessern. Die anderen können dank der solarbetriebenen Straßenbeleuchtung länger arbeiten und den Lebensunterhalt verdienen. Selbst ganz einfache und selbstverständliche Dinge, wie der Gang zur Toilette, die oftmals ein Stück vom Zelt entfernt liegt, ist jetzt sicherer.

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In Bangladesch, im Tschad und in Äthiopien wurde zudem über 37.000 Flüchtlingskinder der Zutritt in Grundschulen ermöglichst, so dass eine gewisse Schulbildung ermöglicht wird. Zudem wurden in diesen Ländern mehr als 740 Lehrer ausgebildet.

Wertvolle Partnerschaft: IKEA und das UNHCR

Die IKEA Foundation ist der größte private Partner des UNHCR. Hauptmotivation für dieses Engagement ist das Ziel, dass jedes Kind auf der Welt ein sicheres Zuhause haben sollte. Seit 2010 arbeitet die Stiftung mit UNHCR zusammen, um Familien und Kinder in Flüchtlingslagern sowie den angrenzenden Gemeinden in Teilen von Asien, Afrika oder dem Nahen Osten, mit einer Unterkunft, dem Zugang zu Bildung sowie medizinischer Versorgung zu unterstützen.