Sitzt du schon auf BIELEFELD?

Aus KLIPPAN wird jetzt BIELEFELD – ab sofort werden zur besseren Verständlichkeit die Produktnamen von IKEA Schritt für Schritt in landestypische Namen geändert. Auf diese Weise soll die Kundenbindung weiter erhöht, noch mehr Vertrautheit für die Produkte geschaffen und vor allem die Aussprache erheblich erleichtert werden. In der Vergangenheit war es immer wieder wegen der skandinavischen Namen zu Missverständnissen gekommen, wie z.B. bei KACKLING für die aktuelle Osterkollektion oder dem Bett GUTVIK, sodass die Schweden sich nun zu diesem Schritt entschieden haben.

IKEA ist dafür bekannt, dass alle Produkte einen Namen haben. Das geht zurück auf IKEA-Gründer Ingvar Kamprad, der unter einer Zahlenschwäche litt und seinen Möbeln deshalb von Anfang an lieber Namenanstatt Nummern zuwies. Die meisten Bezeichnungen stammen – wie könnte es bei einem schwedischen Einrichtungshaus anders sein – aus dem skandinavischen Sprachraum.

KLIPPAN heißt zukünftig BIELEFELD

Der Namensgebung bei IKEA liegt ein ausgeklügeltes System zugrunde. So tragen Sofas, Sessel oder Couchtische meistens schwedische Ortsnamen (z.B. KLIPPAN, EKTORP), Badezimmerartikel sind nach Flüssen und Seen benannt (z.B. VÄTTERN, RACKEN), Stoffe und Gardinen haben weibliche Namen (INEZ, BRITT usw.) und Stühle und Schreibtische Männernamen (JONAS, ALFONS etc.). Dieses Prinzip hat sich lange bewährt und wird deshalb auch zukünftig beibehalten, allerdings werden die Produktnamen selbst in jedem Land verändert und individuell an die jeweilige Landessprache angepasst.

So heißt zum Beispiel der Sofa-Klassiker „KLIPPAN“ in Deutschland künftig „BIELEFELD“, in Frankreich „ST. TROPEZ“ und in den USA „PITTSBURGH“. Weitere Beispiele für den deutschen Raum: Aus „VÄTTERN“ wird „TEGERNSEE“, aus „JONAS“ wird „HERBERT“ und „INEZ“ wird zu „ISOLDE“.

Landestypische Namen schaffen Vertrautheit

Mit der Neuerung soll die Kundenbindung erhöht, Vertrautheit geschaffen und vor allem die Aussprache der Produktnamen erleichtert werden. „Wir sind seit über 40 Jahren auf dem deutschen Markt vertreten.
Viele Möbel sind regelrecht zu Familienmitgliedern in den Wohnungen geworden“, sagt Findus Pettersson, Leiter der neu geschaffenen Abteilung „Namensgebung“. Weltweit sollen so 20 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Mitarbeiter werden die Umbenennung Schritt für Schritt bis zum Erscheinen des neuen IKEA Kataloges am 1. September 2016 umsetzen. Den Anfang macht KLIPPAN, das bereits zum 01. April als Pilotprojekt umbenannt wird.