Teil 3: Ordnung muss sein! Nachhaltigkeitstipps für jede Tageszeit

Egal, ob beim Einkaufen, dem Haushalt oder dem Kochen. Mit den richtigen Tricks kann man für jeden Bereich nachhaltigere Entscheidungen treffen.

Mit Rohkost und Jutebeuteln die Welt retten? Klingt komisch, kann aber tatsächlich hilfreich sein, um das Klima auf unserem Planeten etwas zu verbessern und unsere Umwelt zu schützen. Im dritten Teil unserer kleinen Serie geht es vor allem ums Mittagessen und den Haushalt.

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Ob zu Hause, im Büro oder der Schule: Eine der wichtigsten täglichen Fragen lautet: Was gibt es eigentlich zum Mittagessen?

In Deutschland werden pro Jahr etwa 18 Millionen Tonnen noch genießbare Lebensmittel weggeworfen. Dabei können wir vieles davon in neuen Gerichten verarbeiten, am nächsten Tag aufwärmen oder in Form von Rohkost essen. In Dosen verpackt, halten sich viele Mahlzeiten noch ein bis zwei Tage im Kühlschrank und dienen als perfektes Mittagessen am nächsten Tag. Wichtig für die Aufbewahrung: Warme Lebensmittel erst nach dem Abkühlen in den Kühlschrank stellen, das spart Energie.

Angenehme Temperaturen

Apropos Kühlschrank: Wusstet ihr, dass bereits ein Grad Unterschied den Energieverbrauch eures Kühlschranks verändert? Mich hat das ziemlich überrascht! 7 Grad ist die optimale Kühlschrank-Temperatur für unsere Lebensmittel und auch fürs Klima – dafür stellt ihr euren Kühlschrank auf die Reglerstufen eins bis zwei. Denn jedes Grad niedriger erhöht den Energieverbrauch um knapp 6 Prozent.

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Nicht ohne meine Tasche

Aber nicht nur beim Aufbewahren, auch schon beim Einkaufen können wir etwas für die Umwelt tun: Versucht Lebensmittel ohne zusätzliche Verpackungen zu kaufen. Die Äpfel müssen nicht noch in Plastik eingeschweißt sein und auch die Karotten könnt ihr ganz ohne Bedenken ohne zusätzliche Verpackung kaufen – schließlich haben sie ja eine Schale. Aber nicht wundern: Bei Bioprodukten sind die Verpackungen häufig unumgänglich. Das liegt daran, dass diese Lebensmittel nicht in Kontakt mit nicht Bio-Gemüse oder -Obst kommen dürfen, da hier beim Anbau möglicherweise Pestizide oder andere Chemikalien eingesetzt wurden. Vielleicht gibt es auch einen Unverpacktladen in eurer Nähe: Hier wird ganz auf Verpackungen verzichtet. So wie häufig auch auf dem Wochenmarkt oder dem Bauernhof: Viele Produkte wie Kartoffeln oder saisonale Gemüsesorten können wir regional und biologisch angebaut einkaufen – und schonen so erneut die Umwelt, weil lange Transportwege und oft auch der Verpackungsmüll wegfallen.

Ist euch auch schon aufgefallen, dass immer mehr Läden Plastiktüten nur noch gegen Geld anbieten oder sie sogar ganz aus ihrem Sortiment genommen haben? Deshalb ist es am besten, eure eigene Tüte mitzubringen. Auch wenn es am Anfang vielleicht ein bisschen Gewöhnung braucht, ein eigener Beutel passt in jede Tasche.

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Das bisschen Haushalt …

Neben dem Einkauf ist da ja auch leider noch der Haushalt, der irgendwie erledigt werden will. Bei unserer Wäsche können wir da gerne einen Gang runterschalten. Bei 30 Grad wird die Wäsche genauso sauber wie bei 40 Grad, aber viel umweltschonender. Wichtig ist bei Waschmaschinen die Energieverbrauchskennzeichnung, denn so kann man noch mehr Energie und Wasser sparen. Bei der Anschaffung einer neuen Maschine deshalb darauf achten und die beste verfügbare Kategorie wählen.

Wenn es ums Wäschetrocknen geht, sind wir mit einem Wäscheständer definitiv auf der klimaschonenderen Seite als mit einem Trockner. Netter Nebeneffekt: Draußen an der Luft getrocknet, riecht die Wäsche gleich viel besser.

Beim Geschirr ist es genau anders herum: Ein Geschirrspüler verbraucht weniger Wasser als der Abwasch mit der Hand. Denkt nur daran, dass der Geschirrspüler richtig voll ist. Auch hier verrät die Energieverbrauchskennzeichnung, dass das Gerät besonders energiesparend ist.

Urwald oder Golfplatz?

Gerade im Sommer ist es schön, nach der Arbeit noch ein bisschen Zeit im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse zu verbringen. Auch seinen Außenbereich kann man umweltschonend gestalten. Dafür muss der Rasenmäher aber auch mal stehen gelassen werden. Für viele unserer heimischen Insektenarten sind wilde Ecken überlebenswichtig. Heimische Pflanzen unterstützen die Lebensbedingungen von Insekten. Und wer weiß, vielleicht fliegen dann schon bald bunte Schmetterlinge und eifrige Hummeln durch unsere Gärten.

Falls ihr wie ich keinen großen Garten habt, müsst ihr trotzdem nicht auf Pflanzen verzichten. Es gibt viele Zimmerpflanzen, die sich in unseren vier Wänden wohlfühlen. Denn falls ihr es noch nicht wusstet: Pflanzengrün macht glücklich! Und sorgt nebenbei für ein tolles Raumklima.

Wenn es dunkel wird

So, fasst geschafft! Auch die letzten Stunden des Tages können wir nachhaltiger gestalten – wie, erfahrt ihr morgen.

Alle Tipps für den Nachmittag und die restlichen Tageszeiten gibt es übrigens auch nochmal zusammengefasst zum Mitnehmen oder hinhängen. Einfach ausdrucken, falten, einstecken oder in die Wohnung hängen. Wie das funktioniert, seht ihr in unserer Bildergalerie – viel Spaß beim Basteln!