Bye bye Plastik!

Ich muss gestehen – shame on me – dass ich in der Vergangenheit nahezu tagtäglich zu Strohhalmen aus Plastik gegriffen habe. Ich habe mir eingebildet, dass sich mein angestrebtes Ziel, täglich drei Liter zu trinken, so einfacher oder angenehmer erreichen ließe. Ein Verhalten, das aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nicht zu verantworten ist aber dennoch jahrelang nicht wirklich Teil meines – sonst doch recht ambitionierten – Umweltbewusstseins war. Seit das Thema Einwegplastik so präsent ist, ist mir auch die Tragweite meiner „kleinen Marotte“ bewusst geworden. Die Konsequenz: Die Plastikstrohhalme sind ausgezogen und mussten Alternativen aus Pappe und Bambus weichen.

Bye Bye Plastik Ikea 02 Nachhaltig schmeckt’s besser: Wir sind entschlossen, unseren Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Einwegkunststoffe und Mikroplastik verschmutzen unsere Ökosysteme wie Ozeane und Wasserwege und schaden der Tier- und Pflanzenwelt. Dieses Problem wird immer komplexer und brisanter – ein Zustand, dem gemeinschaftlich der Kampf angesagt werden muss. Wir bei IKEA sind entschlossen, als Unternehmen unseren Beitrag zu leisten und Verantwortung in den Bereichen zu übernehmen, in denen wir etwas bewirken können.

Schon seit Juni 2018 arbeiten unsere Produktentwickler in Schweden daran, bis 2020 weltweit alle Produkte aus Einwegkunststoffen aus unserem Einrichtungssortiment zu entfernen. Ziel ist es, jedes Kunststoffprodukt, das bis dato für den Einmalgebrauch angeboten wurde, zu ersetzen und für die Kunden eine nachhaltigere Lösung zu entwickeln. Auf diesem Weg sind wir schon sehr weit gekommen und freuen uns daher, mit Ende diesen Jahres alle Wegwerfprodukte aus Plastik aus den Markthallen unserer Einrichtungshäuser zu verbannen. Dazu zählen Trinkhalme, Gefrierbeutel, Müllbeutel und mit Kunststoff beschichtete Papierteller und -becher.

Bye Bye Plastik Ikea 04 Neu IKEA ersetzt das Kunststoffbesteck durch eine nachhaltigere Alternative aus Holz.

Aktuell werden die Kunststofftrinkhalme schon sukzessive aus dem IKEA Einrichtungssortiment genommen. In einigen Märkten wurden sie durch Trinkhalme aus Papier ersetzt. Diese bestehen aus drei Lagen unbeschichtetem Papier, das eine gute Alternative zu Kunststoff darstellt, da es nach dem Gebrauch voll recycelt werden kann.

Die erste Etappe ist gemeistert – und damit stehen wir schon vor der nächsten großen Herausforderung, denn die Ingka Gruppe hat sich das Ziel gesetzt, dem Einwegkunststoff auch in den IKEA Bistros, Cafés, Mitarbeiter- und Kundenrestaurants den Kampf anzusagen. Um dieses Ziel zu erreichen führt IKEA ein neues Sortiment an Einwegprodukten ein. Vorhandene Becher, Bestecke, Schüsseln, Teller und Trinkhalme werden bis Herbst durch nachhaltigere Produkte ersetzt.

Das gesamte Material im neuen Einwegsortiment stammt aus erneuerbaren, nachhaltigeren Quellen. Der Großteil besteht aus Papier, das aus verantwortungsbewusst bewirtschafteten Wäldern stammt. Das Kunststoffbesteck wird durch Holzbesteck ersetzt.

Bye Bye Plastik Ikea 05 Neu IKEA Food verwendet aktuell das nachhaltigste Material in der Branche.

Jetzt kann man sich fragen, wo denn nach der Ausmusterung der Einwegkunststoffe aus dem Einrichtungssortiment die besondere Herausforderung im Hinblick auf die Ausmusterung der Produkte aus den IKEA Restaurants und Bistros liegt. Die Antwort: Die Krux ist die Innenbeschichtung von Trinkbechern. Aus Gründen der Lebensmittelsicherheit benötigen alle Trinkbecher eine dünne Kunststoffschicht, die verhindert, dass Flüssigkeit ausläuft oder die Papierummantelung aufweicht. Und diese Kunststoffbasis ist aktuell tatsächlich die einzige handelsübliche Lösung, um diese Produktanforderungen zu erfüllen.

IKEA Food hat die, aus fossilen Brennstoffen gewonnene, Kunststoffbeschichtung in den Papierbechern durch eine nachhaltigere Kunststoffbeschichtung aus erneuerbaren Quellen, konkret aus Zuckerrohr, ersetzt. Diese Entwicklung ist für uns der erste Schritt, auf den Einsatz einer Kunststoffbeschichtung in den Bechern unserer Cafés, Bistros und Restaurants zu verzichten. Dass IKEA Food zum jetzigen Zeitpunkt das in der Branche nachhaltigste Material verwendet ist ein Status Quo, auf dem wir uns nicht ausruhen. Deshalb arbeiten wir auch mit Lieferanten und Partnern intensiv an einer noch nachhaltigeren Lösung.

Das Ziel ist klar: Bye Bye Plastik!