„Hej, wie arbeitest du?“ – Auslandsaufenthalt in Cardiff

Cardiff liegt an der walisischen Südküste. IKEA Mitarbeiterin Kim verbrachte drei Wochen in der malerischen Hafenstadt.

Wenn IKEA Mitarbeiter auf Reisen gehen, dann nicht ohne vorfreudige Erwartungen im Gepäck: Menschen kennenlernen, die eigene Arbeit neu entdecken und schauen, wie es andere machen. Auch im Englischen sicherer zu werden war eines der Ziele unserer Handelsfachwirtin* Kim Sophie Schmidtke, die im Januar für drei Wochen nach Cardiff flog. Hier konnte sie die IKEA Welt in einem englischsprachigen Einrichtungshaus, genauer in der Schlafzimmerabteilung, erkunden. Wir haben mit ihr über den Auslandsaufenthalt gesprochen: Über die Menschen in Wales, über kleinere und größere Pannen und vor allem über ihre Erfahrungen im fremden und doch so vertrauten Einrichtungshaus.

Ikea Cardiff Artikelbild 01 Viele Wege führen nach Cardiff: Die Reisegruppe musste spontan umplanen.

Neue Kulturen – im Einrichtungshaus und Drumherum

Kurz vor Abreise wurde der Flug von Kim und ihren drei weiteren Mitreisenden, allesamt Handelsfachwirte bei IKEA, annulliert. Für sie und ihre Gruppe aber kein Problem: In Eigenrecherche fanden sie einen Ersatz und landeten am geplanten Anreisetag in Cardiff, der Hauptstadt von Wales. Was ihr sofort auffiel, war die Herzlichkeit der Menschen: „In Cardiff herrscht eine tolle Mentalität, die Mitarbeiter und Kunden sind sehr freundlich und von Anfang an offen“, erzählt sie. Aber auch Cardiff an sich hat mehr zu bieten, als man von einer Stadt mit 360.000 Einwohnern zunächst denken mag: schnuckelige Einkaufspassagen mit schwarz umrahmten Schaufenstern, Bars bestückt mit Backsteinmauern und Holzelementen, ausgefallene Burger-Restaurants und eine wunderschöne Landschaft drumherum – man denke nur an Steinkreise, grüne Hügel und Schafe, die dem rauen Wetter trotzen. Etwas ungewöhnlich waren die kleinen Wohnungen der Waliser – so auch die Unterkunft der vier, die auf engstem Raum zusammenwohnen und aus ihren Koffern leben mussten. Dass für einen Tag auch noch das warme Wasser ausfiel, milderte die Begeisterung der vier Reisenden trotzdem nicht.

Der schönste Moment für Kim war, als sie das Einrichtungshaus in Cardiff betrat. Trotz der anderen Kultur und des fremden Landes stellte sich das IKEA Gefühl sofort ein: „Ich habe mich gleich aufgehoben gefühlt und die Mitarbeiter sind mir wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen“, berichtet sie. Überraschend für Kim war der Umgang mit den Kunden: Die Mitarbeiter nahmen sich viel Zeit, um beispielsweise die PAX Kleiderschränke gemeinsam mit dem Kunden zu erstellen. „Das war eine schöne Erfahrung und für den begrenzten Zeitraum hat es mir sehr gefallen. Im Allgemeinen entspricht es aber nicht unserer IKEA Philosophie, dass der Kunde so viel wie möglich selbstständig erledigen kann“, erklärt sie.

Ikea Cardiff Artikelbild 03 Kim (rechts) war von den täglichen Meetings begeistert.

Hej, lasst uns reden

Begeistert war Kim von den täglichen Morning Meetings, an denen so viele Mitarbeiter wie möglich teilnahmen: Zeit für einen Austausch, das Besprechen neuer Ziele und die Aufarbeitung des gestrigen Tages. Um 15 Uhr ging es dann zum „Rumble“ für ein weiteres Treffen. „Ich finde, das ist gut investierte Zeit. Alle wurden mit ins Boot geholt, es wurde Transparenz geschaffen und jeder wusste, was er zu tun hatte, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen“, sagt Kim. Für sie der wichtigste Punkt, den sie, zurück in ihrem Einrichtungshaus in Freiburg, am liebsten sofort umgesetzt hätte.

Nicht missen wollte Kim außerdem ihre Reisegruppe, um sich über das Erlebte auszutauschen und die Freizeit gemeinsam verbringen zu können – beispielsweise mit einem Spaziergang durch das alte Wales im St Fagans National Museum of History. Was Kim anderen raten würde, die eine solche Reise antreten wollen? „Einen Reiseadapter mitnehmen“, lacht sie, „und man sollte auf jeden Fall offen an die Sache rangehen und sich verschiedene Arbeitsabläufe angucken, auch wenn man denkt, schon das Passende für sich gefunden zu haben. Cardiff hat mir viel Neues über andere Kulturen, eine andere Arbeitsweise und eine wunderschöne Landschaft gezeigt.“ So hat Kim nicht nur viel über IKEA, sondern vor allem über sich selbst gelernt. Der Akzent der Waliser war übrigens, entgegen aller Erwartungen, gar kein Problem.

*Das IKEA Fachwirtprogramm ist eine Aus- und Weiterbildungsmaßnahme, die in der Regel drei Jahre dauert. Dabei lernst du verschiedene Bereiche bei IKEA kennen und wirst auf deine zukünftige Aufgabe als Führungskraft bei IKEA vorbereitet. Deine Grundausbildung bekommst du in deinem Stammhaus, danach geht es zur Facheinarbeitung für einen bestimmten Bereich in ein anderes IKEA Einrichtungshaus. Optional ist ein Auslandspraktikum integriert. Weitere Infos auf dem IKEA Azubiportal www.Ausbildung.IKEA.de