Besser schlafen: Die große IKEA Studie

Schlafen wie ein Baby – das wär’s. Dabei schlafen gerade Babys selten die ganze Nacht. Wie wir wirklich schlafen und welche (falschen) Ideen wir davon haben, das wollte IKEA genau wissen. Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat deswegen im Auftrag von IKEA 5.000 Deutsche befragt: Studenten und Rentner, Nordlichter und Alpendeutsche. Die Ergebnisse zeigen, wie wir wirklich schlafen und welche Vorlieben Deutsche im Schlafzimmer haben.

Knapp die Hälfte der Deutschen (47%) schläft unter der Woche schlecht. Das führt dazu, dass wir zu viel Kaffee trinken, zu viele Süßigkeiten und Snacks essen – und vor allem, dass wir schlecht gelaunt durch den Tag stapfen. Fast jeder Fünfte hat sich schon einmal krankgemeldet, weil er wegen Schlafentzug nicht zur Arbeit gehen konnte.

IKEA wollte also wissen: Wie können wir besser schlafen und ausgeruht aufwachen? Die 5.000 Studien-Teilnehmer aus Deutschland wurden gefragt, wie sie am liebsten schlafen, was ihnen wichtig ist, an welche Schlafmythen sie glauben und was in ihrem Schlafzimmer nicht fehlen darf.

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Sorgen und schlechte Betten

Im Urlaub und am Wochenende schlafen die Deutschen ganz gut. Knapp 80 Prozent sagen, dass sie während des Urlaubs annehmbar oder gut schlafen. Am Wochenende sind das noch 73 Prozent – 42 Prozent schlafen „annehmbar“ und 31 Prozent „gut“. Unter der Woche jedoch bleiben die Lider öfter offen: Nur noch ein gutes Drittel schlummert annehmbar, insgesamt bleibt knapp die Hälfte der Deutschen unter der Woche unausgeschlafen.

Was hält uns wach? Stress und Sorgen spielen eine große Rolle. Sie lassen uns nicht zur Ruhe kommen – wir haben oft Probleme, den Tag hinter uns zu lassen. Aber auch das Schlafzimmer hat einen großen Einfluss auf unsere Nachtruhe: Unbequeme Betten, tickende Uhren, Lärm und Licht nennen die Befragten als Störfaktoren. Vor allem elektronische Geräte wie Smartphones im Bett sorgen dafür, dass unter der Woche jeder Dritte schlecht schläft.

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Schlaf ist keine Priorität

67 Prozent denken regelmäßig über Schlaf und ihre eigenen Schlafmuster nach. Frauen beobachten ihr eigenes Schlafverhaltene eher als Männer (71% zu 62%). Im mittleren Alter (Midlife), also zwischen 45 und 54 Jahren, gipfelt das Interesse am eigenen Schlaf. Dass Eltern am Schlaf ihrer Kinder interessiert sind, ist klar – interessant ist aber, dass es nicht die frischgebackenen Eltern sind, sondern vor allem die Eltern von Teenagern. Vielleicht, weil die einfach nicht zu Bett gehen und aufstehen wollen?

Trotz des vielen Nachdenkens schenken viele dem Schlaf nicht die Beachtung, die er verdient hätte. Denn als die Probanden nach ihren Prioritäten im Leben gefragt wurden, war schnell klar: Schlafen gilt als Notwendigkeit und liegt wie die tägliche Arbeit nur auf Platz 5 der Prioritäten, hinter Freizeit mit Familie & Freunden, Essen, Sport und Hobbys. Nur die persönliche Weiterbildung ist noch unwichtiger als der eigene Schlaf – und Schlaf ist immerhin etwas, mit dem wir knapp ein Drittel unseres Tages zubringen.

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Die Reise ins Traumland

Das gesamte Zuhause spielt beim gesunden Schlaf eine große Rolle: Der Gang ins Bett fängt oft auf dem Sofa an, führt über den Fernsehsessel in die Küche, ins Bad und dann erst ins Schlafzimmer. Auf jeder Station bereiten wir uns unterbewusst schon auf den Schlaf vor. Wenn wir uns das bewusst machen und lernen, was unser Zuhause mit unserem Schlaf zu tun hat, können wir besser einschlummern und erholter aufwachen.

Zusammen mit dem britischen Schlafexperten Dr. Guy Meadows von „The Sleep School“ in London zeigen wir in den nächsten Wochen und Monaten, wie Deutschland schläft – und wie wir alle besser ein- und durchschlummern. Wir werden weitere Studienergebnisse vorstellen, Schlafmythen überprüfen und dir zeigen, wie du dein Zuhause gemütlicher einrichten und dein Schlafzimmer zu einer Oase der Ruhe machen kannst.

Bis dahin: Dröm Sött – träum was Schönes!

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Am besten schlafen wir...

· im eigenen Bett
· in einem kühlen, dunklen, gut gelüfteten Schlafzimmer
·
in guter Bettwäsche und beruhigender Atmosphäre
·
nach dem Duschen oder Baden
· im relaxten Zustand