6 Schlafmythen im Reality-Check

Glaubst du eigentlich alles? Hoffentlich nicht!

Acht Stunden müssen es schon sein. Erfolgreiche Menschen brauchen weniger Schlaf. Klingt alles bekannt und ist doch falsch. Wir zeigen die bekanntesten Schlafmythen und machen den „Reality-Check“.

Ikea Cb Schlafmythen Check 6 Wer morgens vor dem Wecker aufwacht, bekommt genug Schlaf.

8 Stunden müssen es schon sein: Falsch

Wie viel Schlaf du brauchst, bestimmen deine Gene – zumindest zu einem Teil. Das kann sehr unterschiedlich sein: Manche Menschen brauchen nur vier Stunden Schlaf, andere dagegen zehn. Im Schnitt schläft der Deutsche sieben bis acht Stunden. Wenn du morgens vor dem Wecker aufwachst, weißt du, dass du genug Schlaf bekommen hast – wenn du dich noch nicht ausgeruht fühlst, solltest du genauer auf deinen Körper achten. Nach wie vielen Stunden fühlst du dich ausgeschlafen? Vielleicht fehlt dir eine Stunde und du kannst versuchen, früher ins Bett zu gehen.

Ikea Cb Schlafmythen Check 1 Im Bett muss man keine Wunder vollbringen – entspann dich einfach.

Wer nachts aufwacht, schläft schlecht: Falsch

Wir schlafen nicht gleichmäßig, sondern in Phasen. Eine Phase dauert etwa anderthalb Stunden. Nach jeder Phase wachst du kurz auf – allerdings bemerkst du das in der Regel nicht – bevor du in die nächste Schlafphase eintauchst. Möglicherweise war dieses regelmäßige Aufwachen für unsere Vorfahren wichtig, um Gefahren rechtzeitig zu bemerken. Wenn du mit beunruhigenden Gedanken oder Stress ins Bett gehst, nimmt dein Körper ebenfalls an, dass eine Gefahr in der Nähe ist. Das kann dazu führen, dass du nachts grübelnd aufwachst und länger wach bleibst.

Wer immer zur gleichen Zeit zu Bett geht, schläft besser: Richtig


Menschen sind Gewohnheitstiere. Unsere innere Uhr wird durch Einflüsse von innen und außen gesteuert und bestimmt, wann wir müde werden. Diese Uhr ist eher träge – daher kommt auch der Jetlag nach einem langen Flug. Wir brauchen meist ein bis zwei Nächte, um uns an die neuen Umstände zu gewöhnen. Daher schläfst du besser, wenn du deine innere Uhr nicht zu sehr verwirrst: Schlaf bestenfalls am Wochenende nicht viel länger, sonst wirst du am Montag nicht aus den Federn kommen.

Ikea Cb Schlafmythen Check 4 Elektronische Geräte sind echte Schlafkiller – lege sie am besten zur Seite, wenn du schlafen möchtest.

Erfolgreiche Menschen brauchen weniger Schlaf: Falsch

Auch Elon Musk und Angela Merkel müssen schlafen und sich regenerieren. Der Mythos des schlaflosen Genies kommt wahrscheinlich daher, dass man verschiedenen Schlaftypen beobachtet hat und alle Vorteile einem Typen zuschreibt: „Frühe Vögel“ sind Menschen, die besonders früh wach und aktiv sind. Sie wirken, als bräuchten sie weniger Schlaf, weil sie schon um sieben Uhr fit und produktiv sind. „Nachteulen“ dagegen sind erst sehr spät müde und arbeiten dafür lange. Doch niemand ist beides. Die meisten Menschen (70%) sind übrigens weder noch. Sie schlafen zu „normalen“ Uhrzeiten und sind genauso erfolgreich.

Das Smartphone ist ein Schlafkiller: Richtig

Viereckige Augen bekommst du zwar nicht, aber Bildschirme strahlen ein Licht mit hohem Blau-Anteil aus, das dich wach macht. Wenn du nachts noch aufs Handy schaust, denkt dein Gehirn, draußen wäre es noch hell – und du wirst wieder wach. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen mit dem Smartphone auf Social Media unterwegs sind oder sich beunruhigende Nachrichten anschauen. Auch das beschäftigt uns und lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Das Handy ist ein echter Schlafkiller – lass es also ruhig mal im Wohnzimmer liegen.

Ikea Cb Schlafmythen Check 3 Auch im Alter bleibt das Schlafbedürfnis gleich.

Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf: Falsch

Sobald du erwachsen bist, bleibt die Schlafmenge, die du brauchst, unverändert. Selbst im Alter bleibt unser biologisches Schlafbedürfnis gleich. Allerdings kann es schwieriger werden, lange am Stück zu schlafen – zum Beispiel, weil man öfter auf die Toilette muss oder vermehrt Schmerzen hat. Ältere Menschen schlafen dafür gerne tagsüber. Ein gutes Nickerchen ist also nichts anderes als ein Ausgleich für zu wenig Schlaf in der Nacht.

Wir haben also gelernt: Glaube nicht alles, was man dir erzählt, schon gar nicht zum Thema Schlaf. Hör‘ auf deinen Körper und nimm dir Zeit zum Schlafen. Dann kannst du auch von allen Mythen träumen, die du nicht glaubst.