Nackt, an der Wand und bei offenem Fenster – die Schlaf-Ticks der Deutschen

Textilfrei ins Bett? Das ist nicht jedermanns Sache, wie die Umfrage zeigt.

Langsam wird es wieder wärmer – Zeit, die dicken Pyjamas auszuziehen: 41 Prozent der Deutschen finden es völlig in Ordnung, nackt zu schlafen. Was es damit auf sich hat und wie wir am liebsten schlummern, das haben wir uns genauer angeschaut.

Ikea Cb Schlafticks 6 Vorbildlich: Etwa die Hälfte der Befragten steht sofort auf, wenn der Wecker klingelt. Ein knappes Drittel dreht sich noch mal um.

Bei unserer großen Studie haben wir 5.000 Deutsche dazu befragt, welche Gewohnheiten und Routinen sie beim Schlafen haben und ob sie mit der Qualität ihres Schlafes zufrieden sind. Jetzt wollten wir aber auch wissen, wann und vor allem wie sie schlafen. Klar ist: Um 23 Uhr ist Zapfenstreich – da gehen die meisten unter der Woche ins Bett. Zwischen 6 und 7 Uhr stehen sie wieder auf.

Wer sich ewig im Bett wälzt, bis er doch endlich aufsteht, ist in Deutschland übrigens in der Minderheit. Die meisten kommen ohne Probleme aus den Federn: Etwa die Hälfte der Befragten steht sofort auf, ein knappes Drittel dreht sich doch noch mal um. Der Rest braucht eine halbe Stunde oder länger, um aus dem Bett zu kommen. 23 Prozent schlafen wieder ein, nachdem der Wecker geklingelt hat – wenn du zu dieser Gruppe gehörst, bekommst du auf jeden Fall zu wenig Schlaf.

Ikea Cb Schlafticks 4 Pyjama-Party? Etwa jeder fünfte Deutsche trägt nachts einen Schlafanzug, rund 12 Prozent schlafen hingegen regelmäßig nackt.

Schlafen, wie Gott uns schuf

Jetzt kommen wir zur interessanten Frage: Ist es okay, „unten ohne“ zu schlafen? 41 Prozent sagen: „Aber klar doch!“ Tendenziell sind eher Männer als Frauen für FKK im Bett (49 zu 33 Prozent), außerdem nimmt die Bereitschaft im Alter wieder ab: Zwischen 18 und 24 Jahren sind noch fast die Hälfte dafür, mit 65 Jahren nur noch ein gutes Drittel.

In der Ehe wird mehr angezogen, aber nur tendenziell. Überzeugte Nacktschläfer (15%) behalten ihre Einstellung bei, egal in welcher Beziehungsform. Schlafen also so viele Leute wirklich nackt? Nein. Die erwähnten Zahlen zeigen lediglich die Bereitschaft dazu – am Ende ziehen es nur etwa 12 Prozent auch regelmäßig durch. Die Mehrheit der Deutschen schläft in T-Shirt und Unterwäsche, etwa jeder Fünfte im Pyjama.

Ikea Cb Schlafticks 1 Die meisten Menschen schlafen lieber ohne direkten Körperkontakt zum Partner – bei einigen Tierarten sieht das anders aus.

Auf der Seite, an der Wand

Die Deutschen sind Seitenschläfer (59%). Auf dem Bauch liegen nur 12 Prozent, 8 Prozent am liebsten auf dem Rücken. Der Rest wechselt zwischen den Positionen. Und an welcher Stelle steht das Bett in den deutschen Schlafzimmern? An der Wand oder im Raum? Die Lager sind gespalten: 48 Prozent wollen ihr Bett an die Wand stellen, 52 Prozent lieber nicht. Das kann zum Streit mit dem Partner führen – genau wie die Fragen zu Licht und Luft. Die große Mehrheit (76%) schläft mit offenem Fenster und in kompletter Finsternis (66%). Zum Glück sind sich die meisten Paare in beiden Fragen einig.

Trotz aller Gemeinsamkeiten legen die Deutschen Wert auf ihre persönliche Freiheit – und auf Abstand vom Partner. Knapp die Hälfte (46%) berühren ihren geliebten Menschen nicht im Schlaf, nur 7 Prozent schlafen ganz romantisch Arm in Arm. Deutsche brauchen Raum für sich, zum Beispiel mit einer eigenen Matratze und einer eigenen Decke (84%).

Ikea Cb Schlafticks 7 Nur die Harten kommen ins Bett? Ein gutes Drittel der Befragten favorisiert eine harte Matratze.

Wie hart darf’s denn sein?

Wir bei IKEA wissen, dass Schlaf sehr individuell ist – und damit auch die Vorlieben beim Härtegrad der Matratze. Die Hälfte der Deutschen schläft am liebsten „medium“. Nur ein gutes Drittel (36%) will es wissen und bettet sich hart. Bei der Matratzenfüllung sind die Menschen gespalten: Die größte Gruppe (35%) schläft auf dem traditionellen Federkern; 26 Prozent wollen einen Schaumkern und 9 Prozent schwören auf Latex.

Wenn man sich endlich für eine Variante entschieden hat, muss sie auch eine Weile halten. Eine Matratze sechs bis zehn Jahre zu nutzen, ist keine Seltenheit: Das gaben immerhin 15 Prozent der Befragten an. Ein knappes Drittel hat ihre Schlafunterlage vor bis zu fünf Jahren angeschafft. Am Ende lohnt es sich – die große Mehrheit der Deutschen ist zufrieden mit der eigenen Matratze.