Wie man ein Monster zum Leben erweckt

Keine Angst vor den Traumwesen: Im Monster steckt ein echter Mensch, die Elfe wird von Milena Tscharntke gespielt.

Seit dem 6. Juli ist unser neuer TV-Spot im Fernsehen und online zu sehen. Und er ist anders als alles, was man bisher von IKEA kannte: Statt in einer clever eingerichteten Wohnung spielt er in einem runtergekommenen Therapieraum, statt Smilla und ihren Freunden begegnen wir einer Elfe, einem Monster, einem Superhelden und einem Astronauten. Was ist da los, haben wir Nica Söderlund und Immacolata Lidia Costantino, die verantwortlichen Projektleiterinnen bei IKEA Deutschland, gefragt. Und was hat das alles mit IKEA zu tun?

Ikea Cb Tvc 5 Nica Söderlund möchte mit den Traumwesen für das Thema Schlaf sensibilisieren.

Nica: Schon vor rund zwei Jahren haben wir bei IKEA Deutschland beschlossen, uns intensiver mit dem Thema Schlaf zu beschäftigen. Basis unserer Überlegungen war die Erkenntnis, dass Schlaf für Gesundheit und Wohlbefinden unglaublich wichtig ist, die Menschen aber immer weniger davon bekommen. Für diese bedenkliche Entwicklung wollten wir sensibilisieren und suchten dafür nach einem geeigneten Bild. So sind wir zu den Traumwesen gekommen: Wenn wir immer weniger schlafen, dann träumen wir auch weniger. Das führt dazu, dass die Traumwesen gelangweilt, beschäftigungslos und unglücklich sind.

Imma:
Die Idee der Traumwesen hat uns sofort überzeugt, weil sie spielerisch und leicht ist und sich gut mit der klassischen IKEA Tonalität verknüpfen lässt. Aber umso mehr Energie ist dann in die Entwicklung der Wesen geflossen: Jeder hat ja interessanterweise eine andere Vorstellung davon, was ein Traumwesen ist. Der eine sieht eher Fantasiewesen, die eine gewisse Nähe zum Tierreich haben, der andere träumt eher von menschlichen Gestalten. Und auch ihr Charakter – ob eher freundlich oder grimmig – wird unterschiedlich gesehen. Für uns als Marke mit starkem Familienbezug war aber klar, dass wir sympathische Wesen wollten, vor denen man sich nicht fürchten muss.

Ikea Cb Tvc 6 „Die Idee mit den Traumwesen hat uns sofort überzeugt“, sagt Immacolata Lidia Costantino.

Der neue TV-Spot erinnert mich an einen aufwändig produzierten Fantasy-Film. Die Figuren wirken unheimlich real und sehr professionell gemacht. Wir habt ihr das geschafft?

Nica: Bis alle Wesen kreiert, also mit einem Charakter und ihrem Äußeren definiert waren, haben wir viel diskutiert. Wir haben mit einem tollen Team zusammengearbeitet, das viel Erfahrung in der Umsetzung solcher Themen hat. Sehr produktiv war die Interaktion zwischen Regisseur Björn Rühmann und John Nolan und seinem Team. John Nolan ist ein Animatronics-Spezialist, der auch schon für Hollywood Produktionen wie „Wo die wilden Kerle wohnen“ gearbeitet hat. Als die Ideen konkreter wurden, kam Charakter-Designer David Darby mit ins Boot, bis die Figuren in allen Details ausgearbeitet waren. Schließlich angefertigt und „zum Leben erweckt“ wurden diese dann unter Leitung von John Nolan.

Imma: Das Schaf und das Monster waren mit Abstand am aufwendigsten. Denn bei diesen Figuren handelt es sich nicht einfach um verkleidete Menschen und auch nicht um reine Animationen. Es sind reale Figuren, die von mehreren Puppenspielern bewegt wurden. Die Figuren enthalten wahnsinnig viel Elektronik, über die Bewegungen und Mimik gesteuert werden. Im Monster steckte zusätzlich noch ein Schauspieler, der die groben Körperbewegungen gemacht hat. Der arme Kerl hat ziemlich geschwitzt unter seinem dicken Fell…

Nica:
Für die Figur der Elfe, die ja eine zentrale Rolle hat, haben wir Milena Tscharntke gewinnen können, die in diesem Jahr die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin gewonnen hat – das war natürlich schon etwas Besonderes.

Ikea Cb Tvc 2A Schäfchen zählen: Die Figur wurde durch Puppenspieler und den Einsatz von Elektronik bewegt. Heute steht es im Studio seines Schöpfers John Nolan.

Das alles klingt nach viel Action am Set. Wo habt ihr gedreht?

Nica: Wir waren in einem großen Studio in Rumänien, in der Nähe von Bukarest. Und ja, am Set war viel los: Wegen der Arbeit mit Animatronics, also mechanisch und elektronisch gesteuerten Figuren, waren viele Menschen involviert. Damit die Traumwesen im Spot so real erscheinen, waren viele Kamera-Einstellungen und unterschiedliche Perspektiven nötig. Dazu kamen Visagisten, Assistenten, CGI-Spezialisten (Computer Generated Imagery) und viele mehr. Zusätzlich zu den Studioaufnahmen haben wir viele Außendrehs gehabt, z.B. in einem Bürogebäude, einem Fitnessstudio und im Freien.

Seit Samstag ist der Spot jetzt im Fernsehen und online zu sehen. Wo werden uns die Figuren ansonsten noch begegnen? Kann man sie auch real treffen, vielleicht sogar im Einrichtungshaus?

Nica: Die Traumwesen werden in den kommenden Wochen in allen Marketingmedien im Einsatz sein. Physisch treffen kann man sie aber leider nicht. Das Monster und das Schaf stehen mittlerweile im Studio ihres Schöpfers John Nolan – ob wir sie noch einmal zum Leben erwecken, werden wir sehen. Vielleicht ist unsere Kampagne aber auch so erfolgreich, dass die Menschen wieder mehr schlafen und unsere Traumwesen keine Zeit mehr haben, in TV-Spots aufzutreten ;-)


Na dann: Danke für das Gespräch, schlaft gut und träumt schön!