Ingka Gruppe beim Weltwirtschaftsforum 2020

In diesen Tagen (21. bis 24. Januar) fand in Davos das 50. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums statt. Rund 3.000 Teilnehmer aus 117 Ländern, darunter 53 Staats- und Regierungschefs, waren dabei, um über aktuelle, globale Herausforderungen zu sprechen – unter anderem die Beseitigung finanzieller und politischer Hürden für eine „Zukunft mit sauberer Energie“.

Ikea Cb Davos 1 Jesper Brodin bei einer Podiumsdiskussion mit Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande.

Auch die Ingka Gruppe war in Davos vertreten: Geschäftsführer Jesper Brodin, Chief Digital Officer Barbara Martin Coppola und Communication Manager Olivia Ross-Wilson waren in die Schweiz gereist, um zum Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsforums „Stakeholders for a Cohesive and Sustainable World“ (auf deutsch: Interessensvertreter für eine vereinte und nachhaltige Welt) mitzudiskutieren.

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr auch einen eigenen IKEA Treffpunkt – das TRÄDHUS (zu deutsch: Baumhaus). Dort wurden Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen zu Themen wie Klimawandel, Datenethik und Gleichberechtigung der Geschlechter abgehalten.

Ikea Cb Davos 2 Im „Baumhaus“ wurde den die Erkenntnisse aus der neuen IKEA Studie diskutiert.

Präsentiert wurden die Ergebnisse einer neuen Klimastudie von IKEA, der globalen „Climate Action“-Studie. Dieser Untersuchung zufolge sind die Menschen weltweit immer besser über die Folgen des Klimawandels informiert und darüber deutlich besorgter (73 %) als früher*. Die Umfrage unter 31.000 Personen aus 30 Ländern zeigt aber auch: Die Menschen erkennen zwar einerseits an, dass mehr getan werden muss, fühlen sich auf der anderen Seite aber machtlos, sodass das aktive Handeln stagniert. Dennoch sind die Menschen motiviert, positive Visionen von einem besseren Leben für die nachfolgenden Generationen zu entwickeln (55 %).

Ikea Cb Davos 3 Jesper Brodin ist seit September 2017 CEO der Ingka Gruppe.

Jesper Brodin, CEO der Ingka Gruppe , sagt: „Wir haben insgesamt noch ein Jahrzehnt, um irreversiblen Schaden durch den Klimawandel an der Erde, unserer aller Heimat, abzuwenden. Unsere Studie zeigt, dass die Menschen heute mehr von Unternehmen und Regierungen erwarten. Und obwohl das Bewusstsein über den Klimawandel zugenommen hat, stagniert das Handeln im Alltag. Wir wollen auch Menschen mit kleinem Geldbeutel dazu inspirieren und es ihnen ermöglichen, ein nachhaltigeres Leben innerhalb der Grenzen des Planeten zu führen. Wir sind überzeugt, dass aktives Handeln uns dabei weiterbringt als Worte. Niemand kann alles allein schaffen, aber jeder kann etwas beitragen. Gemeinsam werden wir es schaffen.“

Die Studie zeigt: Während immer mehr Menschen im Alltag kleine Änderungen einführen wie mehr Recycling (76 %), Vermeidung von Lebensmittelabfällen (60 %) und Verzicht auf nicht nachhaltige Produkte (49 %), stagniert die Aktivität gegen den Klimawandel im weiteren Sinne, weil die Menschen sich zu wenig unterstützt und angeleitet fühlen und drohende Mehrkosten fürchten.

Ikea Cb Davos 4 In Davos veranstaltete IKEA Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen zu Themen wie Klimawandel, Datenethik und Gleichberechtigung der Geschlechter.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie:

· Die Besorgnis in den 14 Vergleichsländern ist um fünf Prozentpunkte auf 71 % gestiegen. Die Sorge um den Zustand, in dem wir den Planeten den nachfolgenden Generationen hinterlassen, rangiert in allen 30 Ländern auf Platz eins.
· Während 61 % der Menschen weltweit sich gut über den Klimawandel informiert fühlen und 87 % bereit sind, zu handeln, wissen 37 % noch immer nicht so recht, was sie gegen den Klimawandel tun können.
· 59 % fühlen sich von der Regierung zu wenig unterstützt, 51 % von den Unternehmen.

Die wichtigsten Beweggründe für Verbraucher, aktiv zu werden:

· Die Menschen werden dann aktiv, wenn sie eine positive Vision vor Augen haben, wie konkrete Maßnahmen eine bessere Zukunft für die kommenden Generationen und den Planeten bewirken können (je 55 %).
· Auch die Erwartung persönlicher Vorteile wie die Verbesserung der eigenen Gesundheit und der der Familie (47 %), Geldersparnis (45 %) und ein einfacher und komfortabler Alltag (29 %) motivieren zusätzlich.
· Einfach umsetzbare Lösungen, neue Technologien und Infrastrukturen, das positive Beispiel anderer und die Aussicht auf Zufriedenheit über das spürbare Ergebnis des eigenen Handelns spornen 47 % der Befragten an.

Ziel der globalen Studie war es, herauszufinden, was die Menschen über den Klimawandel denken und was sie in ihrem Alltag dagegen tun. Weitere Informationen zum Thema in der zusammenfassenden Infografik.

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*Diese Umfrage wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Ingka Gruppe und des globalen Marktforschungs- und Consultingunternehmens GlobeScan durchgeführt. Mithilfe namhafter Verbraucherforschungsplattformen wurden Studienteilnehmer in 30 Ländern ermittelt und befragt. Insgesamt nahmen 31.428 Erwachsene (Alter 18+) aus 30 Ländern an der Studie teil. Diese 30 Länder sind: Australien Österreich, Belgien, Kanada, China, Kroatien, Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Irland, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Südkorea, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien und die USA.

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