Endlich erholt durch den Tag

Eine helle „Aufwach-Umgebung“ hilft dabei, morgens aus den Federn zu kommen und aktiv in den Tag zu starten.

Es gibt Tage, an denen will man am liebsten gar nicht aufstehen und die ganze Zeit im Bett liegen bleiben. Bei mir gibt es diese im Winter deutlich öfter als im Sommer – in der dunklen, kalten Jahreszeit fällt mir das Aufstehen morgens insgesamt viel schwerer und ich fühle mich oft müde. Doch auch im Sommer kommt man nicht immer gut aus dem Bett – aber es gibt ein paar einfache Tipps und Tricks, die dabei helfen, fit und erholt zu starten.

Das Aufwachen am Morgen geschieht nicht von jetzt auf gleich. Vielmehr ist es ein langsamer Prozess, der bis zu vier Stunden dauern kann. Tatsächlich ist es so, dass das Aufwachen bereits einige Stunden vor dem eigentlichen Erwachen beginnt. Der Aufwach-Prozess kann mit dem Hochfahren eines Computers verglichen werden: Wir können ihn nicht vollständig nutzen, bis der Prozessor das Betriebssystem geladen und alle Programme gestartet hat. In den letzten Stunden des Schlafs fängt unsere innere Uhr an, das schlaffördernde Hormon Melatonin zu hemmen und unsere Körperkerntemperatur zu erhöhen.

Ikea Erholung Alltag 01 Natürliches Licht ist am Morgen besonders wichtig, um wach zu werden.

Bereit für einen neuen Tag

Der beste Weg, den Tag zu starten, ist das natürliche Aufwachen – ohne den Einsatz eines Weckers. Wenn wir nicht geweckt werden müssen, ist es wahrscheinlich, dass wir die richtige Menge Schlaf bekommen haben und uns ausgeruht fühlen. Durch einen Wecker besteht das Risiko, mitten in einem Schlafzyklus aufgeweckt zu werden – und ein nerviger Ton führt dazu, dass wir direkt gestresst und müde sind. Von daher empfiehlt sich ein Radiowecker mit der Lieblingsmusik oder ein Lichtwecker.

Wem es morgens besonders schwerfällt, das warme Bett zu verlassen, sollte eine angenehme „Aufwach-Umgebung“ schaffen: Lege dir am besten schon abends einen Morgenmantel und Hausschuhe bereit und stelle – falls möglich – deine Heizung bei Bedarf so ein, dass sie bereits 30 Minuten vor dem Aufstehen eingeschaltet wird.

Für ein sanftes Aufwachen ist Licht besonders wichtig, da es die Ausschüttung des Wachhormons Cortisol initiiert, wodurch wir aktiv werden. Von daher heißt es morgens: „Licht an und Vorhänge auf“! Auch ein tägliches Frühstück hilft und versorgt uns mit der Power, die wir für die Herausforderungen des Tages benötigen. Morgendliche Workouts können dir zudem einen kraftvollen Energieschub geben.

Ikea Erholung Alltag 02 Ein kleines Nickerchen kann dabei helfen, die Batterien wieder aufzuladen.

Tagsüber müde? Mach‘ einen Power-Nap!

Bei Müdigkeit am Tag hilft ein kleines Nickerchen am besten. Es ist gesünder und effektiver als koffeinhaltige Getränke oder zuckerhaltige Snacks zu sich zu nehmen. Ein Power-Nap hat eine Menge Vorteile, da er unsere Batterien wieder auflädt und unsere Leistungsfähigkeit somit steigert. Durch ein kurzes Schläfchen senkt sich zudem unser Stresslevel, was sich positiv auf unsere mentale und körperliche Gesundheit auswirkt. Besonders nach einem stressigen Vormittag nimmst du dir am besten durch ein gesundes Mittagsessen kurz Zeit, um runterzukommen und dich auf dein Nickerchen vorzubereiten.

Mit etwas Übung kannst du theoretisch überall schlafen: Wenn du an deinem Arbeitsplatz kein Sofa zur Verfügung hast oder nicht von zu Hause arbeitest, nutze einen leeren Konferenzraum oder eine Parkbank. Wichtig ist nur, dass dein Power-Nap nicht länger als 20 Minuten dauert: sonst läufst du Gefahr, tief einzuschlafen, was dich im Nachhinein noch müder macht. Bei einem Power-Nap geht es natürlich nicht darum, auf Zwang einzuschlafen – allein die Augen zu schließen und die Gedanken etwas abschweifen lassen hilft schon dabei, dass wir uns ausruhen. Du wirst sehen, was ein kleines Mittagsschläfchen bewirken kann!