Nachhaltigkeit im Fokus: Der IKEA Weltklimagipfel

ONE HOME, ONE PLANET: Unter diesem Motto hat die Ingka Gruppe nun zum zweiten Mal zu einem kleinen Weltklimagipfel für mehr Nachhaltigkeit eingeladen – nach der Premiere im Einrichtungshaus in Kaarst nun erstmals in einem digitalen Format. Wieder kamen Meinungsführer und junge Aktivisten aus der ganzen Welt – aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – virtuell zusammen, um über die Möglichkeiten eines wirksamen Klimaschutzes zu diskutieren und zum nachhaltigen Handeln zu inspirieren.

Ikea One Home One Planet Christiana Figueres Die Politikerin Christiana Figueres forderte eine Aufbruchstimmung für die Zukunft. ©REUTERS - stock.adobe.com

Die Vision zu mehr Umweltschutz

„Die Angst vor dem Unbekannten ist die größte Hürde für einen spürbaren Wandel“, sagt Christiana Figueres, Politikerin und ehemalige Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. „Wir sollten endlich Vergangenes hinter uns lassen, die Anker lichten und in eine neue Zukunft aufbrechen.“ Oft seien Menschen besser darin, sich eine Katastrophe auszumalen, als eine positive Vision anzunehmen. Doch genau einer solchen Vision bedarf es, um „in neue und saubere Gewässer zu segeln“.

Ikea One Home One Planet Jesper Brodin Jesper Brodin, CEO der Ingka Gruppe, sieht optimistisch in die Zukunft.

„Stille ist die größte Gefahr“

In der Distanzierung und teilweisen Vereinzelung in der aktuellen Situation sieht Jesper Brodin eine große gesellschaftliche Herausforderung, wenn es um die Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens geht. „Dabei dürfen wir nicht den Konsum per se verteufeln“, sagt der CEO der Ingka Gruppe. Vielmehr gehe es um einen nachhaltigen Konsum, den sich möglichst viele Menschen auf der Welt leisten können. Nachhaltigkeit dürfe kein Premium-Segment sein, sondern müsse erschwinglich auch für den kleinen Geldbeutel sein.

Jesper blickt optimistisch in die Zukunft: „Früher habe ich mich mehr darüber empört, dass so viel mehr noch getan werden könnte von uns allen Beteiligten. Heute bin ich sicher, dass Optimismus der richtige Weg nach vorne ist.“ Nichts zu tun sei keine Option. „Stille ist die größte Gefahr“, ist er sich sicher. Auch Rebecca Marmot, Chief Sustainability Manager Unilever, unterstreicht: „Wir brauchen alle für den Wandel. Wenn man etwas Gutes in der aktuellen Situation sehen will, so ist es ein größerer Dialog über den Neustart einer wirklich nachhaltigen Wirtschaft – viele staatlichen Programme der europäischen Länder berücksichtigen dies.“

Ikea One Home One Planet Juvencio Maeztu Juvencio Maeztu ist sich sicher, dass nachhaltige Unternehmen nicht weniger wirtschaftlich sind.

„Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch.“

Juvencio Maeztu, Chief Financial Officer und Deputy CEO Ingka Group, ist sicher: „Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch.“ Viele Initiativen bringen Vorteile für den Planeten, den Konsumenten und auch die Unternehmen. Als Beispiel führt er die PLANTBULLAR auf, die vegane Alternative zu KÖTTBULLAR, den berühmten Fleischbällchen. Sie sind erschwinglich und gesund, ihre Herstellung verbraucht 96 Prozent weniger Emissionen als die herkömmlichen Fleischbällchen und sie sind so auch am Ende gut für das Geschäft.

Nach zwei Tagen mit bis zu 300 Teilnehmern, 26 Workshops, fünf kulturellen Auftritten sowie vielen Diskussionen und unzählige Chats zeigt sich Jesper sehr froh über das neue digitale Experiment: „Wir müssen Brücken bauen – statt zu schweigen den Dialog pflegen. Und wir sollten uns auf die Dinge fokussieren, die wir ändern können. Lasst und optimistisch bleiben.“

Ikea One Home One Planet 3 Bis 2030 möchte IKEA ‚People & Planet Positive‘ werden und setzt dabei auf neue Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.


People & Planet Positiv

Es ist unser Ziel, bis 2030 ‚People & Planet Positive‘ zu werden, das heißt unsere negativen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, während wir gleichzeitig unser IKEA Geschäft weiterentwickeln. Durch unsere Größe und Reichweite haben wir die Möglichkeit, mehr als eine Milliarde Menschen zu erreichen, sie dazu zu inspirieren und darin zu unterstützen, innerhalb der Möglichkeiten unseres Planeten ein besseres Leben zu führen.

· Wir entwerfen alle IKEA Produkte nach neuen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel, nur erneuerbare und recycelte Materialien zu verwenden.
· Wir bieten neue Services an, damit unsere Kunden die Produkte einfacher nach Hause bringen, instand halten und weitergeben können.
· Wir haben weltweit alle Einweg-Kunststoffprodukte aus dem IKEA Sortiment entfernt.
· Wir erhöhen den Anteil an pflanzlichen Gerichten im IKEA Food-Angebot, wie z. B. den vegetarischen Hotdog oder PLANTBULLAR, die vegane Alternative zu den KÖTTBULLAR.
· Wir werden klimapositiv und verbessern die IKEA Klimabilanz um rund 70% pro Produkt.
· Wie sorgen bis 2025 für emissionsfreie Lieferungen nach Hause.
· Wir erweitern bis 2025 das Angebot erschwinglicher Photovoltaikanlagen auf 29 IKEA Märkten.

Weitere Informationen zum Engagement von IKEA und wie mithilfe der Recovery der Kreislauf vieler Möbelstücke nicht unterbrochen wird, liest du hier.