Das erste Schlafzimmer im Leben

Mit der Geburt eines neuen Menschen verändern sich nicht nur die alltäglichen Abläufe der Familienmitglieder, auch das Zuhause muss sich anpassen. Die eigenen vier Wände werden zu einem besonderen Raum der Geborgenheit. Das neu eingerichtete Babyzimmer ist mehr als nur ein Schlafzimmer – es wird zu einem Rückzugsort. Es ist ein Raum, der das Baby bei der Entwicklung eines eigenen Schlafrhythmus unterstützen kann.

Ikea Kinderzimmer 7 Warmes Licht simuliert den Sonnenuntergang.

Besonders wichtig wird dieser Raum ab einem Alter von drei Monaten. In den Wochen und Monaten davor, gleich nach der Geburt, sind Babys noch wahre Schlummerweltmeister. Das Sprichwort „Schlafen wie ein Baby“ kommt nicht von ungefähr, denn in den ersten Lebenswochen sind Babys in der Regel noch unempfindlich gegenüber Licht und Geräuschen. In dieser Zeit schlafen sie noch durchschnittlich 85 bis 90 Prozent des Tages. Wach macht da nur das Hungergefühl und nach dem Essen gibt es meistens direkt wieder ein Schläfchen.

Mit ungefähr drei Monaten beginnt das Baby jedoch, einen eigenen Schlafrhythmus zu entwickeln – nach und nach etabliert sich die innere Uhr. Die Kinder werden dann eher lichtempfindlich und der Schlaf verlagert sich immer mehr in die Nachtstunden. Wenn es um die Beleuchtung im Schlafzimmer geht, rät Einrichtungsexpertin Sandra Schwertfeger zu Leuchten mit warmem Licht. Rot- und Orangetöne sind die Farben des Sonnenuntergangs und unterstützen die innere Uhr des Babys, wenn es auf die Schlafenszeit zugeht.

Eine durchdachte Einrichtung im Schlafzimmer sorgt für harmonische Abläufe

Eine möglichst lärmarme Schlafumgebung fördert den erholsamen Schlaf in dieser Lebensphase. Weiche Teppiche und schwere Gardinen eignen sich dabei für das Babyzimmer besonders gut, denn sie schlucken Lärm und sorgen für mehr Ruhe.

Verdunklungsrollos, dichte Vorhänge und eine dimmbare Beleuchtung sind Einrichtungshelfer, die den gesunden Schlafrhythmus unterstützen können. Schlafexperte Dr. Guy Meadows rät zudem, nachts für Dunkelheit zu sorgen und tagsüber mit dem Baby Zeit an der frischen Luft im Tageslicht zu verbringen, das fördert einen gesunden Schlafrhythmus.

Ikea Kinderzimmer 7 Auch an Eltern sollte im Kinderzimmer gedacht werden, zum Beispiel mit einem gemütlichen Platz zum Füttern.

Die richtige Ausstattung unterstützt Eltern

Eine durchdachte Ausstattung des Zimmers bringt darüber hinaus mehr Harmonie in die Abläufe: Dazu gehören Möbel, die dich dabei unterstützen, das Baby zu wickeln, anzuziehen, zu füttern und dabei alles Notwendige griffbereit zu haben. Möbel mit runden Formen sowie die Wahl sanfter Farben und natürlicher Materialien wie Leinen oder Baumwolle sorgen für ein Gefühl von Gemütlichkeit.

Das Babybett sollte mit einer festen Matratze ausgestattet sein, da diese beim Schlafen für eine gerade Wirbelsäule sorgt. Dadurch wird der wachsende Körper optimal gestützt. „Dabei ist es egal, ob es eine Kaltschaum- oder Federkernmatratze ist. Wichtig ist: Sie muss fest und atmungsaktiv sein“, rät Sandra. Beim Schlafen ist die Rückenlage empfohlen. Lose Decken, Kuscheltiere und Kissen sollten sich nicht in der unmittelbaren Nähe des schlafenden Babys befinden. Zugedeckt wird das Baby am besten mit einem fest über dem Körper gespannten Tuch, es eignet sich aber auch ein Schlafsack. Neben den notwendigen Dingen für den Nachwuchs ist auch ein gemütlicher Platz für die Eltern im Babyzimmer eine gute Idee. Hier können sie das Baby in entspannter Atmosphäre stillen oder füttern.

Besserer Schlaf bei frischer Luft

Bei der Wahl der Möbel im Schlafzimmer ist es besonders nachhaltig, darauf zu achten, dass diese „mitwachsen“ können. Ein Wickeltisch kann zum Beispiel später zur Kommode umgebaut werden und aus dem Babybett wird eines Tages ein Kindersofa. In jedem Fall ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Produkte frei von Giftstoffen sind – auch IKEA legt darauf großen Wert.

Ikea Kinderzimmer 8 Vor allem im Babyzimmer sollten Eltern auf gute Luftqualität und die passende Temperatur achten.

Wie auch Erwachsene schlafen Babys bei guter Luft einfach besser – und was die Luftqualität angeht, sind Babys sogar noch viel empfindlicher als Erwachsene. Regelmäßiges Lüften gehört daher fest dazu. Für ein besseres Raumklima können zudem auch Pflanzen wie Aloe Vera sorgen. Doch auch die Raumtemperatur sollten die Eltern im Blick behalten: In den ersten vier Lebenswochen wird eine Zimmertemperatur von 18 bis 20 Grad empfohlen. Später kann das Baby seine Körpertemperatur besser regulieren – dann darf es etwa zwei Grad kühler sein.

Wenn der Nachwuchs schlummert, rät Dr. Meadows den frischgebackenen Eltern, die Zeit zu nutzen, um selbst etwas Schlaf nachzuholen. Denn auch wenn E-Mails, Social-Media-Kanäle und To-do-Listen verlockend sind, sollte die eigene Erholung priorisiert werden.

Mehr Infos und Tipps rund um guten Schlaf für die ganze Familie gibt es in unseren Ratgebern Kinder- und Familienschlaf, Schlaf gut! und Schlaf und Arbeit. Und kennst du bereits unser IKEA Expertenforum? Im Sommer haben wir gemeinsam mit Experten, Journalisten, Blogger, Meinungsmacher und Multiplikatoren herausgefunden, wie der optimale Kinder- und Familienschlaf aussieht.