Vertrauen in die Lieferkette: Welche Konsequenzen IKEA zieht, wenn die strengen Anforderungen nicht erfüllt werden

Wir von IKEA übernehmen soziale und ökologische Verantwortung in unserer gesamten Lieferkette und möchten unsere Arbeitsweise transparent offenlegen. Für unsere Holzlieferungen setzen wir ein sorgfältiges Prüfsystem (Due Diligence) ein, um sicherzustellen, dass das Holz, das wir für unsere Produkte verwenden, unseren strengen Anforderungen und den gesetzlichen Vorgaben entspricht, auch in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit der Holzherkunft. Unter gar keinen Umständen akzeptieren wir Holz, das unseren Anforderungen nicht entspricht. Stellen wir Verstöße fest, handeln wir sofort.

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Im Rahmen unseres IKEA Due-Diligence-Systems haben unsere IKEA Spezialisten für Holzbeschaffung und Forstwirtschaft im Herbst 2020 proaktiv eine routinemäßige Kontrolle bei einem chinesischen Lieferanten durchgeführt. Dabei wurden gefälschte Ursprungszertifikate entdeckt. Davon abgesehen, dass ein solches Verhalten ethisch nicht tragbar ist, verstößt es außerdem ganz klar gegen unsere Vorgaben, die Grundsätze unseres Geschäftsmodells und unsere Werte – dies ist völlig inakzeptabel, weshalb wir auch schnell gehandelt haben. Unsere Kunden sollen darauf vertrauen können, dass das Holz für unsere Produkte nachhaltig beschafft wird und es tut uns sehr leid, dass es zu diesem Vorfall gekommen ist.

Die IKEA Versorgungsorganisation leitete eine umfassende Untersuchung der Geschehnisse ein, was dazu führte, dass die Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten beendet wurde. Wir haben außerdem den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt. Auch wenn die Funktionalität und Gebrauchssicherheit nicht beeinträchtigt sind, entsprechen 95 verschiedene, vom betreffenden Lieferanten hergestellte Produkte aus Birkenholz nicht unserem Standard und Kundenversprechen, denn wir können die Herkunft des Holzes nicht nachvollziehen. Im GJ20 betrug der Anteil an nicht zurückverfolgbarem Holz aufgrund dieses Vorfalls 0,28 % unserer gesamten Holzbeschaffungsmenge.

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Wir pflegen Partnerschaften zu rund 1.000 Einrichtungslieferanten und Zehntausenden Sublieferanten weltweit. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen und bringen jedem von ihnen großes Vertrauen entgegen. Stellen wir Unregelmäßigkeiten fest, werden alle Lieferanten gleich behandelt. Wenn die Umstände es verlangen, zögern wir nicht, die Geschäftsbeziehung zu beenden und rechtliche Schritte einzuleiten. Auch wenn der Vorfall ernst ist, möchten wir betonen, dass so etwas nur sehr selten vorkommt. Wir werden die Einhaltung unserer Anforderungen weiterhin in unserer gesamten Lieferkette überwachen und nachverfolgen.

Als Großabnehmer von Holz nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst. Wir setzen alles daran, unsere Größe und globale Reichweite zu nutzen, um einen positiven Wandel anzustoßen, besonders in Regionen, in denen diesbezüglich Herausforderungen bestehen. Um das zu erreichen, investieren wir weiter in die Kompetenz spezialisierter Experten. IKEA beschäftigt gegenwärtig ein globales Team aus etwa 40 Spezialisten für Holzbeschaffung und Forstwirtschaft. Unsere Experten stellen sicher, dass das Holz, das in unsere Lieferkette einfließt, unsere strengen Anforderungen erfüllt, und dass wir weltweit einen wichtigen Beitrag zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft leisten.