Wohnen im Wandel – mit Gewinnspiel!

Eintauchen in eine Fantasiewelt – im Vitra Design Museum ist das noch bis Ende Februar 2021 möglich. © Verner Panton, Fantasy Landscape im Rahmen der Ausstellung Visiona 2, Köln, Deutschland, 1970 © Verner Panton Design AG, Basel

Ab ins Museum: Nach den Corona-Maßnahmen freuen wir uns darauf, das Vitra Design Museum in Weil am Rhein wieder besuchen zu können. 1989 von dem Schweizer Möbelbau-Unternehmen Vitra gegründet, war das Museum ursprünglich für private Sammlungen gedacht. Schon bald entstanden dort jedoch Ausstellungen über internationale Größen wie Carles und Ray Eames oder Frank Lloyd Wright. Zudem baute das Museum ein erfolgreiches System von Wanderausstellungen auf – eine davon ist „Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs“. Die Ausstellung ist noch bis Ende Februar 2021 in Weil am Rhein zu sehen, bevor sie auf Welttournee geht.

Unser Zuhause ist entscheidend für unser Wohlbefinden – hier sind wir ganz wir selbst, denn es ist Ausdruck unserer Persönlichkeit und unseres Lebensstils. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich der Einrichtungsstil durch gesellschaftliche und politische Umbrüche immer wieder stark verändert. Die Ausstellung „Home Stories“ nimmt uns mit auf eine Reise durch 100 Jahre Innenarchitektur und initiiert damit eine neue Debatte über das private Interieur, seine Geschichte und dessen Zukunft.

Anhand 20 ikonischer Einrichtungskonzepte und weiteren interessanten Exponaten zeichnet die Ausstellung diese Veränderungen und Entwicklungen nach – von der Gegenwart bis zurück in die 1920er Jahre. Zudem gibt die Ausstellung einen Ausblick in die Zukunft. Die ausgewählten Interieurs stehen beispielhaft für das Aufkommen neuer Konzepte, die das Leben in der westlichen Welt bis heute prägen. Gleichzeitig vermittelt die Ausstellung, welchen Einfluss Faktoren wie Licht, Farbe oder das Material verschiedener Einrichtungsgegenstände auf unsere Psyche haben.

Ikea Vitra Museum 02 Probier’s mal mit Gemütlichkeit: Dieser IKEA Katalog zeigt ein Wohnzimmer aus dem Jahre 1974. Copyright: IKEA, Katalogcover, 1974 Claude Parent, Maison Parent, Neuilly-sur-Seine © Inter IKEA Systems B.V.

Einführung in die Wohngeschichte

Die verschiedenen Interieurs werden anhand von Plänen, Zeichnungen, Modellen oder Foto- und Filmaufnahmen gezeigt. So gewinnen wir beispielsweise anhand der Arbeit von Elsie de Wolfe, Amerikas erster professioneller Innenarchitektin und Pionierin der Design-Szene, einen Einblick in die Anfänge des modernen Innendesigns. Beispiele wie das „Casa de Vidro“ von Lina Bo Bardi repräsentieren die Innenarchitektur in der Nachkriegszeit, die zum einen von der Öffnung des Wohnraums zur Natur geprägt waren, in der zum anderen aber auch moderne Küchengeräte und das Konzept der Modularität Einzug in den Haushalt erhielten.

Die Küche wurde in der Zeit des Kalten Krieges sogar zum Instrument des Wettstreits zwischen West und Ost, wie an der Darstellung der berühmten „Kitchen Debate“ zwischen Richard Nixon und Nikita Chruschtschow deutlich wird. Die „Silver Factory“ (1964-1967) von Andy Warhol, die das Entstehen neuer Wohnformen prägte, macht die Ausstellung komplett. Sie entstand in einem alten New Yorker Fabrikgebäude und vereinte Künstleratelier, Fotostudio und Wohnen. Zudem war das Loft, das von innen komplett mit Folie ausgekleidet und versilbert war, Treffpunkt zahlreicher Stars und Künstler.

Als besonderes Highlight bietet die Ausstellung sogar „Kunst zum Anfassen“: Die berühmte „Phantasy Landscape, Visiona 2“ (1970) von Verner Panton wurde für „Home Stories“ rekonstruiert und ist für Besucher zugänglich. Panton hatte den Raum damals für den Chemiekonzern Bayer gestaltet. Der Konzern wollte in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlern die technischen Möglichkeiten und praktischen Anwendungen neuer Kunstfasern ausloten und die Ergebnisse beispielsweise auf der Kölner Möbelmesse publikumswirksam präsentieren. Die Phantasy Landscape brach dabei mit jeglichen Vorstellungen der Inneneinrichtung: Böden, Wände und Decken verschmelzen hier mit ihren gewölbten Formen zu einer organischen Einheit.

Ikea Vitra Museum 01 Die Ausstellung erfreut sich großer Beliebtheit. Ebenso wie einen 300-seitigen Katalog gibt es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. © Vitra Design Museum, Foto: Lucia Hunziker

Von Schweden in die Welt

Neben einem Überblick über die Entwicklung des Wohnens im Verlauf der letzten 100 Jahre vermittelt die Ausstellung auch eine Bestandsaufnahme des Wohnens in der Gegenwart und beschäftigt sich mit Zukunftsfragen. Heutzutage verschwimmen die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten immer mehr und Wohnraum wird zunehmend knapper und kostspieliger.

IKEA ist ein Unternehmen, das aus unserem Zuhause nicht mehr wegzudenken ist und das Wohnen der westlichen Welt heute wie früher wie kein anderes geprägt hat. Die vielen Katalogseiten aus fast 70 Jahren IKEA zeigen die gigantische Entwicklung des Unternehmens zwischen heute und 1951, als der erste Katalog erschien. Da ist es fast selbstverständlich, dass auch BILLY, das meistverkaufte Bücherregal der Welt, seinen Platz in der Ausstellung findet. Dass IKEA in „Home Stories“ eine wichtige Rolle zuteil wird, ist allerdings nicht der Grund, weshalb die IKEA Stiftung entschieden hat, die Ausstellung zu fördern: Peter Takacs, Geschäftsführer der IKEA Stiftung, war überzeugt, dass die Ausstellung viele Menschen begeistern wird und fand die Idee großartig, die wirklich wichtigen, wegweisenden Einrichtungsbeispiele in einer einzigen Ausstellung zusammenzufassen. Deshalb sind wir umso mehr gespannt und können es kaum erwarten, die Ausstellung selbst zu besuchen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

Gewinne zwei Freikarten für die Ausstellung

Ihr habt Lust bekommen auf einen Besuch der Ausstellung? Dann macht mit bei unserem Gewinnspiel und schreibt in die Kommentare, wie IKEA den Stil eurer Einrichtung prägte. Unter allen Teilnehmern verlosen wir fünfmal jeweils zwei Freikarten. Hinterlasse uns einfach einen Kommentar, wieso du die Ausstellung besuchen möchtest. Das Gewinnspiel endet am 12. Juli 2020 um 23.59 Uhr. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen Blog-Gewinnspiel

Mitmachen kann jeder. Teilnahmeberechtigt sind volljährige, natürliche Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Personen unter 18 Jahren dürfen nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten teilnehmen. Nur Einträge, die vor dem Teilnahmeschluss abgegeben werden, werden berücksichtigt. IKEA übernimmt keine Verantwortung für fehlende, verspätete oder an falscher Stelle abgegebene Einträge. Ein Eintrag wird nur dann berücksichtigt, wenn bei der Registrierung eine gültige E-Mail-Adresse angegeben wurde. Eine Mehrfachteilnahme ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird per Zufallsauswahl bestimmt und unter der angegebenen E-Mail-Adresse informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Preise können nicht bar ausgezahlt werden. Kommentare ganz ohne Namen werden nicht mitgezählt. Das Gewinnspiel gilt nur für User aus Deutschland.