Mein Zimmer, meine Regeln: das Jugendzimmer

Ein Zimmer ganz nach dem eigenen Geschmack: Neutrale Farben schaffen eine zeitlose Grundlage.

Jugendliche haben es nicht leicht: Schule, Hobbys, Freunde, alles muss unter einen Hut. Denn gerade in dieser Lebensphase, in der aus Kindern Erwachsene werden, passiert so viel – und das Gefühl, etwas zu verpassen, ist allgegenwärtig. An Schlaf im Jugendzimmer ist da kaum zu denken. Und tatsächlich werden Teenies selten vor Mitternacht müde. Das sind sie dafür aber am nächsten Morgen, wenn die Schule ruft, umso mehr.

Während Heranwachsende oft das Gefühl haben, von niemandem verstanden zu werden, ist zumindest das mit der spät einsetzenden Müdigkeit leicht erklärt: Schuld daran sind die Hormone. Bei Heranwachsenden in der Pubertät wird das Schlafhormon Melatonin meist erst zwischen 22 und 23 Uhr ausgeschüttet. Durch den frühen Schulstart ist es nicht möglich, die Schlafperiode einfach nach hinten zu verschieben – dadurch verlieren Jugendliche im Schnitt zwei bis drei Stunden Schlaf pro Nacht. Deshalb sind sie tagsüber oft müde, denn ihr Schlafpensum von neun bis elf Stunden wird kaum erreicht.

Ikea Teenie Zimmer 01 Das Jugendzimmer sollte ein heller Platz für Hobbys und Hausaufgaben sein.

Mit einfachen Tricks für das Jugendzimmer besser schlafen

Nichtsdestotrotz gibt es einige Tricks, die auch Jugendlichen zu besserem Schlaf verhelfen: Der gute alte Wecker minimiert die Versuchung, das Smartphone, das bei dieser Altersgruppe oft als Wecker dient, auch im Bett zu nutzen. Gedimmtes Licht und „digital Detox“ am Abend können eine gute Schlafstimmung fördern. Ein gemütlich eingerichtetes Jugendzimmer mit einem einladenden Schlafbereich kommt der Ruhe am Abend ebenfalls zugute. Zudem sind regelmäßige Schlafzeiten eine wichtige Grundlage, um gut zu schlafen und morgens leichter aufstehen zu können. „Auch wenn das lange Ausschlafen am Wochenende sehr verlockend ist, empfiehlt es sich, die Schlafenszeiten der Wochentage auch am Wochenende einzuhalten. So vermeidet ihr den sogenannten ‚sozialen Jetlag‘ am Montag und seid auch zum Wochenstart fit und ausgeschlafen“, rät Schlafexperte Dr. Guy Meadows.

Ikea Teenie Zimmer 02 Accessoires wie Kissen, Teppiche und Vorhänge schaffen Akzente in der Lieblingsfarbe, die leicht angepasst werden können, wenn sich der eigene Geschmack ändert.

Zurückhaltende Farben als Grundlage

Die Einrichtung des Jugendzimmers kann sowohl für die Teenies als auch für die Eltern eine große Herausforderung werden. Es ist eine Zeit, in der die jungen Menschen ihren eigenen Stil entdecken. Und das geht am besten über wildes Experimentieren. Damit das nicht zur finanziellen Herausforderung für die Eltern wird, weil die Jugendlichen regelmäßig nach neuen Einrichtungsgegenständen verlangen, hat Einrichtungsexpertin Sandra Schwertfeger einen Tipp parat: „Farblich dezente, multifunktionale Möbel machen viele Veränderungen mit und können unterschiedliche Einrichtungsstile überdauern. In einem weißen KALLAX zum Beispiel können Bücher, Taschen, Lieblingsdinge und sogar Sneaker wirkungsvoll präsentiert werden“, rät sie.

Ein guter Kompromiss ist zudem eine neutrale Grundausstattung in zurückhaltenden Farben wie Grau oder Weiß. Diese können die jungen Bewohner*innen als eine Art Leinwand nutzen und mithilfe von Accessoires und Deko-Artikeln spielerisch Farbakzente setzen, um so ihre ganz eigene Note einbringen. Diese Methode hat den Vorteil, dass der Einrichtungsstil mit wenigen Handgriffen verändert werden kann. Dafür werden die Akzente in Form von kleinen Teppichen, Kissenhüllen, Tagesdecken oder Postern einfach ausgetauscht.

Ikea Teenie Zimmer 05 Vorhänge eignen sich gut zur Raumtrennung: Sind die Hausaufgaben erledigt, verschwindet der Arbeitsplatz dahinter und das Zimmer wirkt ordentlicher.
Ikea Teenie Zimmer 03 Ein Schminktisch bringt Ordnung in die Make-up-Routine.

Die Grundausstattung im Jugendzimmer

Zur Grundausstattung gehören etwa ein praktisch eingerichteter Arbeitsplatz mit Schreibtisch, eine kleine Schlafcouch, die zur Übernachtungsmöglichkeit für Freund*innen wird und ein gemütliches Bett. Das Teenie-Bett ist oft etwas größer als das normale Einzelbett und bildet den Mittelpunkt des Raumes. Denn hier wird nicht nur geschlafen, sondern auch Musik gehört, gestreamt und mit Freunden gechillt. Bettwäsche aus natürlichen Materialien und weiche Kissen schaffen eine gute Grundlage, um sich vom anstrengenden Alltag zu erholen. Ein geräumiger Kleiderschrank macht alles Notwendige im Jugendzimmer komplett. Viele träumen da von einer begehbaren Variante, doch auch jene, die kein eigenes Ankleidezimmer zur Verfügung haben, können mit cleveren Lösungen zur Raumtrennung einen ansprechenden Ankleidebereich schaffen. Dafür eignen sich zum Beispiel multifunktionale Stücke wie ein KALLAX Regal oder Vorhänge, die ein Zimmer in mehrere Bereiche einteilen. Zu bedenken ist aber, dass die offene Lösung nur dann gut aussieht, wenn darin eine gewissen Ordnung herrscht. Und da viele Jugendliche eine unüberwindbare Abneigung gegen das Aufräumen haben, ist ein Kleiderschrank mit geschlossenen Türen oft die bessere Alternative.

Routinen in jedem Alter

Optional kann der Raum um einen Schminktisch, in dem das Make-up ordentlich verstaut wird, oder um eine Kommode für den eigenen Fernseher erweitert werden. Auch ein Standspiegel ist bei Jugendlichen beliebt und hilft, Selfies zu inszenieren. Eine schöne Idee ist auch eine kleine eigene Bibliothek mit einladender Leseecke. Das Lesen vor dem Zubettgehen entspannt und stimmt zudem auf den Schlaf ein – so kann es zu einer täglichen Routine werden, denn diese sorgen in jedem Alter für eine bessere Nachtruhe.

Mehr Infos und Tipps rund um guten Schlaf für die ganze Familie gibt es in unseren Ratgebern Kinder- und Familienschlaf, Schlaf gut! sowie Schlaf und Arbeit. Und wer nicht in den Schlaf findet, der erhält hier wertvolle Tipps!