„Nachhaltigkeit muss nicht teuer sein“

Wenn die dicke Winterjacke aufgrund der milden Temperaturen von Jahr zu Jahr länger im Schrank hängen bleibt, wird uns wieder bewusst: Der Klimawandel ist längst da. In solchen Momenten nehmen wir uns vor, noch stärker darauf zu achten, wie nachhaltig verschiedene Produkte hergestellt werden bzw. wie nachhaltig sie in der Benutzung sind. Doch wie können wir das eigentlich herausfinden?

Ikea Green Dot 01 Maria Nilsson Hett ist Home Furnishing & Retail Design Managerin bei IKEA Deutschland.

Wie ein grüner Punkt uns dabei helfen soll, erklärt uns Maria Nilsson Hett, Home Furnishing & Retail Design Managerin bei IKEA Deutschland. Bereits seit Ende September begegnet Besuchern in allen IKEA Einrichtungshäusern auf der ganzen Welt ein grüner Punkt, der sogenannte „Green Dot“. Der große grüne Punkt ist ein Symbol für Nachhaltigkeit und Teil der großen Nachhaltigkeitskampagne von IKEA. Der Green Dot sticht uns bereits beim Betreten des IKEA Einrichtungshauses direkt ins Auge. Doch nicht nur hier ist der grüne Punkt überall zu finden. Wie Managerin Maria erklärt, zieht er sich auch online wie ein „grüner Faden“ durch alle Kanäle – denn so erzielt die Kampagne die größtmögliche Aufmerksamkeit und hilft Interessierten, sich zu orientieren.

Ikea Green Dot 02 Der Green Dot begleitet uns durch das gesamte Einrichtungshaus.

Ein Punkt für die Nachhaltigkeit

Mit dem grünen Punkt will IKEA nicht nur darauf hinweisen, dass ein Produkt besonders nachhaltig ist, sondern auch den Beweis dafür liefern: An allen mit diesem Punkt gekennzeichneten Produkten finden die Kunden auch die Erklärung, warum das so ist: Das kann der nachwachsende Rohstoff sein, aus dem es besteht, aber auch die Tatsache, dass es in all seine Bestandteile zerlegt und so besonders gut recycelt werden kann. Auch die Bedingungen, unter denen es hergestellt wurde (Stichwort Social Entrepreneurs) oder seine Energieeffizienz können Belege sein.

So werden unsere Kunden in der Badezimmerabteilung auf nachwachsende Rohstoffe wie Bambus hingewiesen oder bekommen Tipps, wie sie Wasser einsparen können. Ein weiteres Beispiel finden wir in der Lampenabteilung, wo wir alles über die Vorteile von LED-Beleuchtung erfahren. Maria erklärt: „Oft denken Menschen, dass Nachhaltigkeit mehr Geld kostet. Wir wollen allerdings sicherstellen, dass nachhaltige Produkte für alle zugänglich sind. Für IKEA ist es wichtig zu zeigen, dass unsere Kunden sich dafür entscheiden können, etwas zu bewegen – egal, über welches Budget sie verfügen.“

Ikea Green Dot 03 Der Green Dot weist uns nicht nur daraufhin, dass ein Produkt nachhaltig ist, sondern erklärt wie im Falle des VARIERA Besteckkastens aus Bambus auch, warum.

Eine große Verantwortung

Doch wieso startet die große Nachhaltigkeitskampagne gerade jetzt? IKEA sei bereits seit vielen Jahren bewusst, dass sich langfristig etwas ändern muss. Doch nun stehe das Thema ganz oben auf der Agenda. Maria erklärt, dass bei IKEA schon immer viel getan wurde und es bereits zuvor eine Reihe toller Projekte gab, um das Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. „Es ist wichtig, das Thema ernst zu nehmen, schließlich haben wir als großes Unternehmen auch eine große Verantwortung und können somit einen entscheidenden Unterschied machen.“

Am meisten begeistert Maria jedoch, „dass wir endlich anfangen, darüber zu reden“. Zu den Zielen von IKEA gehört es unter anderem, möglichst viele Menschen zu einem nachhaltigeren Leben zu inspirieren. „Je mehr Anregungen und Tipps wir ihnen geben, umso einfacher machen wir es ihnen, dabei zu sein. Denn aus Studien wissen wir, dass viele Menschen sich gern stärker engagieren würden, aber nicht wissen, was sie konkret verändern können.“ Über den grünen Punkt können Mitarbeitende wie Kunden erfahren, welchen Beitrag wir alle schon mit kleinen Veränderungen in unserem Alltag leisten können und welchen großen Effekt diese dann in der Summe haben.

Wusstest du, dass uns ein versteckter Energieverbrauch im Alltag begleitet? Mit den Tipps des NABU sagst du der grauen Energie den Kampf an!