Nachhaltig Grillen – Fakten, Tipps & Ideen

Leckere Düfte, zischende Bratgeräusche, köstliche Genüsse – die Sonne ist da und sofort glühen Kohlen oder züngeln die Gasflammen – die Grillsaison ist in vollem Gange. Ein Leben ohne gegrillte Würste, Tofu-Bratlinge, Maiskolben und mehr scheint möglich, aber für viele völlig sinnlos. Natürlich wollen wir mit unserem Lieblingshobby auch die Umwelt schonen, aber wie können wir nachhaltig grillen und was müssen wir dabei bedenken? Angefangen vom Grill selbst bis hin zur Frage, was kommt auf den Grill drauf? Wir haben für euch wissenswerte Fakten, Tipps und fürs kulinarische Vergnügen köstliche nachhaltige Rezepte gesammelt. Lasst euch inspirieren!

Ikea Nachhaltig Grillen 01 In der Regel sind Gasgrills klimaverträglicher. Aber auch mit einem Kohlegrill könnt ihr nachhaltig grillen.

Gas oder Kohle – welcher Grill ist umweltfreundlicher?

Holzkohle steht bei Grillern hoch im Kurs. Meist handelt es sich dabei jedoch nicht um ein ökologisch korrektes Produkt aus der heimischen Forstwirtschaft, rund 85 Prozent sind leider importiert. Ihr solltet beim Kauf daher zum einen auf die DIN-Norm EN1860-2 achten. Sie garantiert, dass kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoff verarbeitet wurde. Zum anderen ist das FSC-Siegel (Forest Stewahrship Council) ein weiterer wichtiger Hinweis. Es belegt, dass bei der Produktion kein Tropenwald abgeholzt wurde und das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Auch bei den Anzündern könnt ihr die Umwelt im Blick behalten und solltet auf chemische Produkte verzichten. Wählt entweder Pappe oder Fabrikate mit pflanzlicher Basis. Am besten achtet ihr auch hier auf die FSC-Zertifizierung. Gasgrills hingegen sind zwar in der Herstellung aufwendiger, weil sie in der Produktion mehr Material benötigen, in der Anwendung sind sie aber klimaverträglicher. Ihr habt also die Wahl. Unsere Produktreihe KLASEN bietet euch übrigens sowohl Gas- als auch Kohlegrills.

Köstliches Grillgut nachhaltig wählen!

Wirft man bei der Ökobilanz nicht nur einen Blick auf den reinen Klimaschutz, kommt es gar nicht so sehr auf das Grillgerät an. Viel entscheidender ist das Grillgut. Hier gilt die Devise, nicht am falschen Ende zu sparen. Günstige, eingeschweißte Ware aus dem Kühlregal stammt meist aus Massentierhaltung und ist sowohl ökologisch als auch moralisch zu meiden. Die größten Klimasünder sind gegrilltes Rindfleisch und Grillkäse, Schwein und Würstchen schneiden deutlich besser ab. Der gegrillte Mais ist natürlich der Gewinner. Sogar exotisches Gemüse, wie die Süßkartoffel aus Südamerika, ist verträglicher fürs Klima als das einheimische Rind. Noch besser ist natürlich regionales Wurzelgemüse, wie Möhren oder Pastinaken: Kurz vorgekocht und leicht eingeölt auf dem Grill bis zur gewünschten Bräunung rösten, anschließend mit einem leckeren Petersilien-Dressing servieren. Übrigens: laut einer Studie des TÜV Rheinland verursacht ein Grillabend im Durchschnitt soviel CO₂ wie eine 120 Kilometer lange Autofahrt.

Ikea Nachhaltig Grillen 04 Salate und andere Beilage lassen sich sehr gut in einer Bambusschale präsentieren.

Rezept Petersilien-Dressing

Zutaten

· 20 g fein gehackte Petersilie
· 1,5 EL Essig
· 2 TL Rohrzucker
· 2,5 EL Oliven- oder Erdnussöl
· Etwas Paprikapulver, Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Petersilie mit Essig, Zucker und Öl verrühren und den Gewürzen fein abschmecken.

Nachhaltig Essen mit Salaten und Dips

Müll ist auch beim Grillen ein zentrales Thema. Einweg-Grills und Plastik-Geschirr sind natürlich zu vermeiden. Mehrweg schlägt definitiv Einweg, das gilt auch hier. Präsentiert euren Salat doch ganz dekorativ in einer wunderschönen Bambusschale? Auch beim Salat und Dip könnt ihr nachhaltig sein, in dem ihr beispielsweise alle eure Salat- und Gemüse-Reste zu einem Hacksalat verarbeitet. So bekommen die Reste, auch wenn sie schlapp geworden sind, einen glänzenden, köstlichen Auftritt. Und zum Grillen gehört auf jeden Fall ein leckerer Dip.

Ikea Nachhaltig Grillen 09 Wichtig ist es, den Salat immer gründlich zu waschen. Anschließend kann die Vorspeise weiter vorbereitet werden.

Rezept Gehackter Salat

Zutaten

· 200 g „trauriger“ Blattsalat und Kräuter
· 1 alte Möhre
· 1 faltiger Apfel
· 50 g rote Zwiebel, geschält
· 2 Knoblauchzehen, geschält
· 2 EL Olivenöl
· 1 EL Essig oder Zitronensaft
· Meersalz

Zubereitung

Salat und Kräuter waschen und trockenschleudern. Möhre und Apfel waschen, Apfel entkernen. Alle Zutaten klein hacken und in eine Schüssel geben. Olivenöl und Essig hinzufügen und mit Meersalz würzen.


Rezept Paprika-Möhren-Tomaten-Dip

Zutaten

· 2 Paprika
· 4 Möhren
· 1 Tomate
· 1 Zwiebel
· Essig
· Zucker
· Öl
· 1–2 EL Schmand

Zubereitung

Zwiebel schälen, zusammen mit den Paprika, den Möhren und der Tomate klein schneiden und in etwas Wasser ca. 5–10 Minuten köcheln lassen. Mit Essig, Zucker, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren. Anschließend den Schmand unterrühren.

Ikea Nachhaltig Grillen 03 Die GRILLTIDER Reinigungsbürste hilft euch beim nachhaltigen Putzen des Grills.


Nachhaltig den Grillrost reinigen

Sogar nach dem Grillen darf es nachhaltig weitergehen, indem ihr euren Grill richtig reinigt. Einfach den Rost nach dem Grillen in Wasser oder altem feuchtem Zeitungspapier einweichen. So wird man die erste Verschmutzung schon mal los. Besonders hartnäckiger Dreck kann mit einem selbstgemachten Scheuermittel, aus 100 g Natron gemischt mit einem Esslöffel Salz und einem Esslöffel Zitronensäurepulver, gelöst werden. Bestimmt hilft dabei auch die Grill-Reinigungsbürste aus dem GRILLTIDER Sortiment!

Natürlich haben wir noch mehr nachhaltige Rezept-Ideen auf Lager! Perfekt zum Grillen passt auch unser nachhaltiger sommerlicher PLANTBULLAR-Salat.